Die Geschichte der Wache

Den Beckumer Karneval in seiner urwüchsigen Art zu fördern, den Heimatgedanken zu pflegen und die jahrhunderte alten Traditionen weiter zu führen; unter diesem in der Präambel der Satzung verankerten Gedanken wurde am 14. Dezember 1992 die "Alte Beckumer Stadtwache" als selbstständige Abteilung der Karnevalsgesellschaft "Die Schildbürger" ins Leben gerufen.

Seit ihrer Gründung hat sich die Alte Beckumer Stadtwache sehr erfolgreich entwickelt. Mit ihren schmucken Uniformen ist die Wache mittlerweile aus dem Beckumer Karneval nicht mehr wegzudenken. Aus der kleinen Schar der sieben Gründungsmitglieder ist eine Truppe herangewachsen, die auch größere Bühnen problemlos füllt.

K93-06

Die G7 im Jahr 1993
stehend: Herbert Günnewig, Klaus Schulte, Dr. Hubert Lukas, Franz Aufenvenne, Manfred Stövesand ; knieend: Dirk Kleine-Krabbe, Lars Jäger (v.l.)

Von 1992 - 2007 war Klaus Schulte Kommandeur der Alten Beckumer Stadtwache. Im Jahr 2007 trat Klaus aus beruflichen Gründen von seinem Posten zurück. Sein bleibender Verdienst um die Wache wurde mit der Ernennung zum Ehrenkommandeur honoriert. Seither hat Thomas Schmidt das Kommando.

Ehrenhauptmann der Alten Beckumer Stadtwache ist seit Gründung Helmut Stichling, Inhaber des Hotels und Restaurants "Alt-Vellern", Beckum-Vellern.

Im Mai 2005 erfolgte die Trennung von der Karnevalsgesellschaft »Die Schildbürger«. Seitdem ist die Alte Beckumer Stadtwache als selbstständiger Verein unterwegs.

Die Zusammengehörigkeit von Garde, Musikzug und Tanzmariechen hat sich als Erfolgsrezept bewährt. In dieser Kombination vertritt die Stadtwache den Beckumer Karneval auch über Stadt- und Kreisgrenzen hinaus.

Aktuelles

Pressemeldung vom 19.August 2020

Beckum-

Die Alte Beckumer Stadtwache verzichtet in der Karnevalssession 2020/2021 auf alle Bühnenauftritte sowie die Teilnahme an allen „Inhouse-Veranstaltungen“.

Nach intensiver Diskussion und sorgfältigem Abwägen des Für und Wider wurde dieser weitreichende Beschluss durch den Gesamtvorstand einstimmig gefasst. „Vor dem Hintergrund der derzeit grassierenden Corona-Pandemie, deren kaum einzuschätzenden Verlauf und den damit einhergehenden Ansteckungs- /Übertragungs- und nicht zuletzt auch Haftungsrisiken ist dieser Beschluss leider alternativlos!“, so der Erste Vorsitzende und Kommandeur Thomas Schmidt im Rahmen eines Pressegesprächs.

„Die Gesundheit aller Gardisten und deren Angehörigen sowie das Vermeiden von unkalkulierbaren Risiken standen bei der Bewertung der Gesamtsituation im Vordergrund.“, ergänzt der Geschäftsführer und Hauptmann Bernd Eßer.
„Für die weit über Stadt- und Kreisgrenzen bekannte Garde ist weder eine angemessene Vorbereitung auf die neue Session, geschweige denn eine Durchführung des stimmungsvollen Bühnenprogramms unter Mitwirkung des Musikzuges der „Tanzenden Gardisten“ und nicht zuletzt des Tanzmariechens möglich. Die Einbindung des Publikums durch den Spaßoffizier Christoph Lehrke kann ebenfalls nicht erfolgen.“, heißt es von den Verantwortlichen weiter.
Die Altersstruktur der Garde reicht von 18 Jahren bis über 70 Jahre und lässt auf Risikopersonen innerhalb der Formation schließen. Eine wenig verlässliche Planung einer angemessenen Auftrittsstärke zur Einhaltung vertraglicher Regelungen, die Transportbedingungen und die kaum umsetzbare Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln verschärfen die Problematik und bekräftigen die Richtigkeit der nun getroffenen weitreichenden Entscheidung.

„Als Vollblutkarnevalisten blutet uns das Herz, trotzdem sind wir uns absolut sicher, dass diese hoffentlich einmalige schwere Krise nur mit Konsequenz, Weitsicht und überlegtem Handeln zu meistern ist.“ So lautet das einhellige Votum des Vorstandes. Zudem leiste man bewusst auch einen nennenswerten Solidarbeitrag in Zeiten, in denen vor allem Vorsicht, Rücksicht und Konsequenz zwingend geboten sind.
Die Entscheidung über eine mögliche Teilnahme an Veranstaltungen des Straßenkarnevals in der kommenden Session wird unter enger Beobachtung der Entwicklung des Infektionsgeschehens und der geltenden gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen heute zunächst zurückgestellt.“, so Thomas Schmidt abschließend in seiner Stellungnahme.

Letzte Änderung am:

19.08.2020

Beckum feiert ohne Knockout